Hallo Welt (Episode 1)

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We̱rt·schöp·fung

Wortart: Substantiv, feminin

Verwendung: Wirtschaft

Aus Wikipedia: Wertschöpfung ist in einer Geldwirtschaft das Ziel produktiver Tätigkeit. Diese transformiert vorhandene Güter in Güter mit höherem Geldwert.

Was heißt das jetzt?

Wertschöpfung bedeutet: Ich nehme etwas und mache etwas daraus, was einen höheren Wert hat – also etwas, für das ich mehr Geld bekomme, als am Anfang.

Bruttowertschöpfung = Produktionswert – Vorleistungen

Vorleistung enthält interne und externe Anteile

Intern: Alle Produktionsfaktoren wie Mitarbeiter und Maschine sowie unterstützende Faktoren: Marketing, Vertrieb, Controlling etc. Extern: Zugekaufte Halbteile oder Rohstoffe, zugekaufte Dienstleistungen

Ziel eines jeden Unternehmens: Maximierung der Lücke, also Maximierung der Wertschöpfung –> Geld verdienen

Zwei Wege: Erhöhung des Produktionswerts oder Verringerung der Vorleistungen

Warum jetzt Wertschöpfung?

Für mich die einzige Möglichkeit, unseren Lebensstandard zu steigern, denn: am Ende der Kette ist alles B2C. Damit am Ende der Kette mehr rauskommt, muss die Kette mehr oder besser arbeiten, also: die Wertschöpfung erhöhen.

Dabei frustriert mich immer wieder, dass diese Kenntnis noch lange nicht in den Köpfen verankert ist. In den wenigsten Unternehmen herrscht leider die Erkenntnis, dass ich nur für den Kunden arbeite. Ob dieser jetzt der Endkunde oder nur ein „Zwischenkunde“ ist, ist dabei egal. Je größer die Firma, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass etwas gemacht wird, um ein Budget oder eine Zielvorgabe zu erfüllen – und eben nicht, um die Wertschöpfung zu erhöhen. Da ist es nur natürlich, dass das schönste Business Process Reengineering-Projekt in den Sand gesetzt wird, weil die Mitarbeiter keinen Sinn darin erkennen.

Ich selbst arbeite seit 9 Jahren in der Industrie, davon die letzten paar Jahre bei einer Unternehmensberatung im Bereich des (neudeutsch) Supply Chain Management. Ich selbst benutze übrigens Supply Chain Management und Logistik quasi synonym. Das ist zwar nicht korrekt, allerdings darf ich das solange der Fachliteratur auch keine tolle Abgrenzung einfällt.

Um eine Wertschöpfungskette zu managen, muss ich nämlich schlussendlich immer logistische Probleme lösen: Die richtigen Objekte in der richtigen Menge und Qualität zum richtigen Zeitpunkt und den richtigen Kosten zur Verfügung zu stellen.

Ich habe zuerst Mechatronik studiert und wollte eigentlich nicht in die Logistik – das war für mich was mit Lastern und Lagern. Erst durch ein Praktikum in der Logistikabteilung habe ich gemerkt, wie komplex das alles ist. Die Definition klingt nämlich schön einfach: Richtige Menge, Richtige Qualität, richtige Kosten – na klar! Hier ist aber schon der Grundsätzliche Zielkonflikt eingebaut: Schnell, gut und billig geht nicht komplett auf 100%

 

Aber: es geht sehr viel besser als es momentan gemacht wird. In der deutschen Industrie steckt noch viel Potential, glauben sie mir. Und ich rede jetzt nicht von Industrie 4.0. Die wenigsten Unternehmen die ich kenne haben dass Problem, dass ihre Kommissionierroboter sich besser absprechen könnten.

Ich werde natürlich von Lean, Industrie 4.0 und Wertstromanalysen sprechen. Mindestens genau so viel wird es aber um Menschen gehen, denn auf die kommt es an. Ich werde also auch über Mitarbeiterführung, Unternehmensorganisation, Zielvorgaben und agile Vorgehensweisen reden. Ich plane, Episoden von 15-20 Minuten Länge zu machen und immer Dienstags eine neue Episode zu veröffentlichen. In Zukunft wird sicher auch das eine oder andere Interview mit Fachexperten dazukommen.

Die Episoden finden sie immer unter alenaherzog.de, dort werde ich auch die Show Notes ablegen. Dort finden sie auch das Kontaktformular, ich freue mich über Fragen und Anregungen und gehe gerne stärker auf ihre Wunschthemen ein. Natürlich freue ich mich auch genau so über eine positive Bewertung in iTunes.

Bis zum nächsten Mal, und eine erfolgreiche Woche!

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